29. April 2009

Marketing mit Flickr

Nachdem ich immer wieder gefragt werde, wieso ich meine Photos bei Flickr einstelle und kein eigenes Photoblog aufbaue, möchte ich dies mit einem kleinen Statistik-Einblick erläutern:




Ich beschränke mich bei Flickr meist auf das Einstellen der Photos, versehe die Bilder mit Stichworten und füge sie passenden Gruppen zu. Mit den derzeitigen 1300 Photos im Photostream werden täglich zwischen 100 und 400 Bilderaufrufe generiert. Wer sich intensiver in der Community einbringen will und fleissig Photos anderer User kommentiert, kann diese Zahlen übrigens locker verdoppeln bis verdreifachen.

Richtig interessant wird es, wenn man sich näher ansieht, über welche Quellen die Besucher auf die Photoseite gelangen:




Die Hälfte der Besucher des Photostreams kommt direkt über Flickr, der Rest über die Suchmaschine Google oder wird von (meinen) Webseiten verlinkt.

Und was bringt Flickr für das Marketing? Neben den zahlreichen anonymen Besuchern aus der ganzen Welt findet über Flickr ein ständiger Austausch mit Hotelgästen und Freunden statt. Und regelmässig kommen weitere wertvolle Kontakte dazu.

Hochglanzprospekte von Tourismusorganisationen sind out; immer öfter erzählen meine Gäste, dass sie ganz bewusst bei Flickr nach einem realen Abbild ihres zukünftigen Urlaubsortes suchen. Die eine oder andere Hotelbuchung kann durchaus dabei rausschauen.

Fazit: wer sich bereits mit Photografie beschäftigt, sollte sich Flickr auf jeden Fall ansehen. Wer sich nur für den Marketingaspekt interessiert, sollte es besser bleiben lassen, denn der Aufwand für ein effektives Flickr-Marketing dürfte im Vergleich mit dem Ergebnis eindeutig höher sein.

24. April 2009

Mein Suedtirol

Mountain KingSympatische Idee der Mädels von suedtirol.com:
Das ist mein Südtirol - Südtiroler und Südtirolerinnen aus allen Landesteilen beantworten 8 Fragen über unser Land.
Auch der Schreiber dieses Blogs hat an der Aktion teilgenommen und wer sich dafür interessiert, kann es hier nachlesen.

20. April 2009

Der geflochtene Speltenzaun

Holzzäune prägen seit eh und je die bäuerliche Kulturlandschaft in Südtirol und viele Bauern sind stolz auf ihre eigenen kunstvollen Varianten, welche sorgsam von Generation zu Generation weitergeben werden.

So ein Ding steht zufälligerweise auch vor meiner Haustür und bevor ich noch ganz vergesse, wie man so einen Zaun überhaupt errichtet, habe ich hier die Arbeitsschritte für die Erstellung des "geflochtenen Südtiroler Speltenzauns" dokumentiert:





Die aus einem Lärchenstamm herausgespaltenen Spelten (1,50 - 1,70 m) werden am oberen Ende zugespitzt und an den Querbalken angebracht.

Um die Spelten resistenter zu machen, wird das untere Ende (jener Teil, der in die Erde geschlagen wird) vorher angebrannt oder mit einer Teerschicht versehen.






Mehrere Bündel Fichtenäste stehen inzwischen zum Flechten bereit.






Die Fichtenäste düfren nun in ein Fass mit kochendem Wasser.





Immer schön weich kochen...






Nun werden die Fichtenäste ins Feuer gehalten und kurz angebrannt.






Mein kleiner Spickzettel ;-) für die Anbringung des Flechtbandes.






Bevor die Fichtenzweige abkühlen, müssen sie nun schnell und in mehreren Reihen um die Spelten und die Querstangen gebunden werden.






Handwerkliches Geschick ist hier gefragt.






Und so sollte das Endergebnis aussehen.







Der Arbeitsaufwand ist erheblich und es verwundert nicht, dass diese Zaunart heute weit weniger häufig anzutreffen ist als früher. Trotzdem bleibe ich dabei und werde dafür sorgen, dass der geflochtene Speltenzaun in Südtirol naja, zumindest vor meiner Haustür erhalten bleibt.

14. April 2009

Touriseum Schloss Trautmannsdorf

Bring Money to the Schlern So wie jedes Jahr sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran auch heuer wieder ab 1. April für ihre Besucher geöffnet. Die botanischen Gärten stehen eindeutig im Mittelpunkt der Schlossanlage und die zweite Attraktion von Trautmannsdorf - das Museum für Tourismus - wird von den Besuchern vielfach etwas vernachlässigt.

Eigentlich schade, denn das Touriseum ist durchaus sehenswert und bringt Geschichte und Gegenwart des Südtiroler Tourismus auf eine ansprechende und humorvolle Weise rüber. Dieser Spruch auf einer Nische im Museum bringt das Thema auf den Punkt:
Tourismus ist wie Feuer - man kann seine Suppe damit kochen, aber auch sein Haus damit abbrennen ;-)

8. April 2009

Kuckuck

Second!


Wer glaubt, dass dieses Photo rein gar nichts mit dem Titel dieses Beitrages zu tun haben kann, den muss ich eines Besseren belehren: in Südtirol wird der blaue Enzian auch Kuckuck (Guggu) genannt.

Vielleicht liegt das daran, dass der Vogel Kuckuck und die Blume Kuckuck zur selben Zeit im Jahr in Erscheinung treten. Dieses Bild habe ich vor eine paar Tagen an meinem "Geheimplatz" hinterm Haus geknipst und man hat mir erzählt, dass der Vogel Kuckuck heute im Morgengrauen zum ersten Mal seinen Gesang angestimmt hat. Übrigens eine gute Woche früher als normal, wer weiss was das zu bedeuten hat ...

Um diese frühe Zeit habe ich noch geschlafen und natürlich nichts gehört, aber ich bin schon mal vorgewarnt: der Volksmund glaubt, dass derjenige, der etwas Geld bei sich hat wenn er den Kuckuck im Frühjahr das erste Mal singen hört, das ganze Jahr über keine finanzielle Sorgen haben wird. Also, ich werde jetzt immer schön mit der Geldbörse aus dem Haus gehen, dann kann mir die Finanzkr... (kann dieses Wort nicht mehr schreiben und hören) nichts mehr anhaben ;-)

3. April 2009

Neue Bierdeckel braucht das Land

Nix gegen die coolen Werbegeschenke unserer einzigsten & besten Bierbrauerei, aber wir schreiben inzwischen das Jahr 2009 - ich mag diese 2007er Forst-Jubiläums-Bierdeckel nicht mehr sehen - und habe nun für den Gasthof meine eigenen Bierdeckel entworfen. Et voilà: