Hitzige Diskussionen über ein
Rauchverbot in
Deutschland,
Österreich und der
Schweiz wecken Erinnerungen an die Einführung des Rauchverbotes in Südtirol. Seit knapp 2 Jahren gilt in Italien und somit auch in Südtirol das Rauchverbot in öffentlichen Lokalen. Trotz anfänglichem Widerstand hat sich das Rauchverbot inzwischen
recht gut bewährt.
Zeit für einen kurzen Zwischenbericht über das Rauchverbot in Südtirol: negativ auffällig ist ein mehr oder weniger starker Umsatzrückgang bei Bars und Pubs seit der Einführung des Rauchverbotes. Viele Gäste verlassen bereits nach kurzer Zeit die Lokale und beschweren sich, dass "nichts mehr los ist". Frühere regelmässige Konsumenten verzichten immer öfter auf den Barbesuch. Die Umsatzrückgänge der Bars können jedoch nicht ausschliesslich dem Rauchverbot angelastet werden: wesentlich mehr dürften die strengen Alkoholkontrollen, die starke Konkurrenz aufgrund der Vielzahl an Betrieben, sowie der Verlust an Kaufkraft seit der Euroeinführung dazu beigetragen haben.
Etwas anders die Situation bei den Restaurant- und Hotelbetrieben. Hier hat sich das Rauchverbot eindeutig als vorteilhaft erwiesen. Die wenigen Raucher, die sich mit der Sitaution des Nichtrauchens im Restaurant nicht abfinden können, werden durch neue Gäste, welche die angenehmere Atmosphäre im Betrieb schätzen, kompensiert.
Der Gang ins Freie hat sich für die Raucher inzwischen zu einem Ritual entwickelt: vor den Türen der Lokale werden Kontakte geknüpft und auch der "Flirtfaktor" im Freien ist nicht unerheblich. Das Nachsehen haben die Nichtraucher drinnen im Lokal: ein Teil der Gruppe verlässt den Raum; Diskussionen werden unterbrochen und auch nach der Rückkehr der Raucher braucht die Gruppe einige Zeit um die vorherige Situation wiederherzustellen.
Insgesamt jedoch ein vorwiegend positiver Eindruck mit einigen Wehmutstropfen über das Rauchverbot in Südtirol.
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