
Obwohl die jüngsten Küken der digitalen Revolution noch
nicht mal richtig geschlüpft sind, gelange ich bereits jetzt immer mehr zur Überzeugung, dass ein Grossteil der technischen Neuerungen im Social Web nicht wirklich zur Verbesserung der menschlichen Kommunikation beitragen wird.
Weshalb? Ich denke zurück an meine letzte grosse
Urlaubsreise im Jahr 2002. Auch damals war das Internet bereits ein wichtiger Begleiter und viele Hostels boten Ihren Gästen einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Zugang zum WWW. Jeder Morgen begann mit einem flüchtigen Blick auf Wetter, Nachrichten und Emails. Danach konnte ein erlebnisreicher Urlaubstag beginnen, der sich bis spät Abends bei ein paar Bierchen in gemütlicher Runde hinauszog.
Und heute stehen sogar in den einfachsten Unterkünften auf der ganzen Welt (
Italien einmal ausgenommen ...) dutzende Computer und die Gäste starren auf die Bildschirme und vernetzen sich über Facebook & Co mit den Freunden in der Heimat. Aber keiner kommt auf die Idee, auch mal mit seinem Sitznachbarn ein paar Worte zu wechseln ...
Und es wird wohl keine 5 Jahre dauern, bis auch jedes Handy mit Internetflatrate ausgestattet ist und die Menschheit wird den ganzen lieben Tag damit verbringen auf das kleine Display zu starren und das WAHRE LEBEN an sich vorbeiziehen zu lassen.
Schade, dass ich diesmal nicht beim
Tourismuscamp in Eichstätt mit dabeisein kann, dies wäre sicherlich ein interessantes Thema für eine Diskussionsrunde ...