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10. Juni 2011

Die digitale Währungsrevolution

MoneyEs gibt schon viele Bereiche unseres täglichen Lebens in denen das Internet radikale Veränderungen gebracht hat und es scheint als stünde eine weitere grosse Revolution unmitterbar bevor:

Die digitale Währung Bitcoin, eine Art elektronisches Geld auf Basis eines Peer-to-Peer-Systems, macht es nun möglich, kostenlos und anonym weltweit Überweisungen zu tätigen. Es gibt keine Notenbanken und keine staatliche Kontrolle, dezentrale Computer übernehmen deren Aufgabe und halten das komplizierte, bis ins letzte Detail durchdachte System am laufen.

Jede Warnung über die Gefahren dieser Internetwährung scheint das Interesse an Bitcoins weiter zu erhöhen und es ist davon auszugehen dass auch ein gesetzliches Verbot die Entwicklung von alternativen Zahlungssystemen nicht stoppen kann. Der Geist ist somit aus der Flasche und ich bin gespannt wie die Finanzwelt auf diese neue Herausforderung reagieren wird.

1. Dezember 2010

Südtirol und Nordtirol, so nah und doch so fern

Tiroler GiggerLesenswerter Artikel von Peter Nindler in der Tiroler Tageszeitung:
Es sind die unterschiedlichen Perspektiven, die heute das Verhältnis zwischen den Landesteilen prägen. Natürlich hat sich eine Entfremdung breitgemacht, ist Törggelen oft wichtiger als die Landeseinheit oder endet ein Besuch in Innsbruck bei Ikea am Stadtrand. Die Patriotismuskeule kann das Zusammenwachsen nicht beschleunigen, sondern Gesamttirol vollzieht sich als Prozess auf vielen Ebenen. Die Politik macht vielleicht mit vielen Sonntagsreden Schönwetter und übertüncht gesellschaftliche Realitäten, aber die Tiroler wollen konkret wissen, was ihnen die Europaregion im Alltag bringt. Und da steht meist das Nützliche im Vordergrund, nicht Patriotismus oder die Geschichte.

21. April 2010

All-Inclusive und Drei-Viertel-Pension im Hotel, Nein Danke!

Money

All-Inclusive-Angebote und Drei-Viertel-Pension (Frühstück, Nachmittagsimbiss und Abendessen inclusive) ziehen auch in Südtirols Hotelerie ein und das klassische Hotel wandelt sich immer mehr sich zum Club, der versucht seine Besucher rundum zu betreuen. Für den Gast im ersten Moment eine positive Entwicklung und viele Hoteliere sind von der Notwendigkeit dieser Angebote mittlerweile felsenfest überzeugt.

21. Januar 2010

Die digitale Kommunikationsverarmung

Webmarketing StammtischObwohl die jüngsten Küken der digitalen Revolution noch nicht mal richtig geschlüpft sind, gelange ich bereits jetzt immer mehr zur Überzeugung, dass ein Grossteil der technischen Neuerungen im Social Web nicht wirklich zur Verbesserung der menschlichen Kommunikation beitragen wird.

Weshalb? Ich denke zurück an meine letzte grosse Urlaubsreise im Jahr 2002. Auch damals war das Internet bereits ein wichtiger Begleiter und viele Hostels boten Ihren Gästen einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Zugang zum WWW. Jeder Morgen begann mit einem flüchtigen Blick auf Wetter, Nachrichten und Emails. Danach konnte ein erlebnisreicher Urlaubstag beginnen, der sich bis spät Abends bei ein paar Bierchen in gemütlicher Runde hinauszog.

Und heute stehen sogar in den einfachsten Unterkünften auf der ganzen Welt (Italien einmal ausgenommen ...) dutzende Computer und die Gäste starren auf die Bildschirme und vernetzen sich über Facebook & Co mit den Freunden in der Heimat. Aber keiner kommt auf die Idee, auch mal mit seinem Sitznachbarn ein paar Worte zu wechseln ...

Und es wird wohl keine 5 Jahre dauern, bis auch jedes Handy mit Internetflatrate ausgestattet ist und die Menschheit wird den ganzen lieben Tag damit verbringen auf das kleine Display zu starren und das WAHRE LEBEN an sich vorbeiziehen zu lassen.

Schade, dass ich diesmal nicht beim Tourismuscamp in Eichstätt mit dabeisein kann, dies wäre sicherlich ein interessantes Thema für eine Diskussionsrunde ...

14. Dezember 2009

Der Wachstumswahn

Fernblick @ Sas Rigais Geisler

Habe soeben einen interessanten Artikel entdeckt, der sich mit vielen meiner persönlichen Überlegungen deckt und den ich meinen Lesern hiermit wärmstens empfehlen möchte. Eren Güvercin im Interview mit Meinhard Miegel über eine Krise, die keine ist, und warum wir umdenken müssen, um den nächsten Crash zu vermeiden. Ein paar Zitate:
Das eigentliche Problem ist die Vorstellung, dass es in jedem Jahr mehr sein muss ... wir leben in einer endlichen Welt, und in einer endlichen Welt kann es kein unendliches Wachstum geben ... die Tatsache, dass wir in Gesellschaften leben, die so fokussiert sind auf materielle Wohlstandsmehrung, zeigt ja schon über deutlich, dass das eigentlich religiöse Anliegen keine Rolle spielt ... wir werden in den vor uns liegenden 20, 30 Jahren wesentlich radikalere Veränderungen in unseren Lebensformen erleben als in den zurückliegenden 100 Jahren.

10. September 2009

Tuermchenbau in Suedtirol

Wer sich mit offenen Augen durch das Land bewegt und sich unsere "schicken" Hotelbauten mal etwas genauer ansieht, wird immer wieder ungläubig den Kopf schütteln: an jeder Front steht ein Erker und an jeder Ecke noch ein Türmchen. Anscheinend gibt es in Südtirol keine Hotelerweiterung, bei der man nicht versucht Schloss Neuschwanstein zu übertrumpfen.

Liebe Hoteliers und Architekten, sieht euch bitte dieses Video an und holt euch ein paar Anregungen: dies ist die einzige wahre Tiroler Architektur:

27. Mai 2009

Willkommen im Maerchenland

WolkenturmMit der Südtiroler Identität habe ich mich bereits vor Jahren hier im Blog beschäftigt. Anhand der zahlreichen Reaktionen auf diesen Beitrag merkt man, dass wir mit dem Thema noch lange nicht durch sind. Und bei youtube habe ich soeben eine interessante diesbezügliche Botschaft entdeckt:
Wir müssen endlich mal nach vorne blicken und unsere eigene Vergangenheit aufarbeiten, anstatt immer mit dem Finger nach Rom zu zeigen.

17. Dezember 2008

Der Beginn der Zukunft

KrummeckLandeshauptmann Luis Durnwalder in seiner neuen und letzten (?) Regierungserklärung:
Südtirol steht am Ende der Geschichte. Und am Beginn der Zukunft.
Klingt ja ganz nett, aber die Geschichte wird wohl trotzdem weitergehen ...
Bevor jemand einen für seine persönliche Zukunft einschneidenden Schritt setze, dürfe er nicht fragen, ob es dafür einen Beitrag vom Land gebe, sondern ob dieser Schritt in der jeweiligen Lebenssituation der richtige ist.
Eine späte Erkenntnis, aber besser spät als gar nicht ...
Wenn wir die Steuern festlegen können und nicht Rom, dann bleibt den Südtirolern mehr in der Brieftasche.
Auweia, darauf würde ich nicht wetten. Italienische Gesetze und deutsche Gründlichkeit. Das kann ja heiter werden ...

6. Dezember 2008

Der Schuetzenmarsch

Goetterdaemmerung
... ist bereits vor einem Monat an uns vorbeigezogen und über Sinn oder Unsinn der Aktion darf sich jeder seine eigene Meinung bilden. Der Blick auf diese Bilder regt jedenfalls auch nachträglich zum Denken an.

29. September 2008

Arbeit in der Gastronomie

Forst Bier
Wer will denn schon am Abend offen lassen, wer will denn schon am Samstag oder Sonntag in einer Bar stehen, und so überlassen wir das Feld den Ausländern ....

Interessanter Artikel in der Südtiroler Tageszeitung. Wenn wir selber keinen Bock auf Arbeit haben, dann dürfen wir uns auch nicht über die Folgen aufregen.

18. August 2008

Der Kampf um Suedtirol

WARDas Geschichtsmagazin "History" im ZDF hat in seiner gestrigen Ausgabe über die dunkelsten Kapitel der Südtiroler Geschichte berichtet. Die sehenswerte Dokumentation mit den Themenschwerpunken 1. Weltkrieg, Option und Freiheitskampf in Südtirol hat mich tief beeindruckt.

Neben der italienischen Besatzung war vor allem das Thema "Option" eine extreme Belastung, die einen tiefen Keil in die Südtiroler Gesellschaft getrieben hat: unsere Vorfahren mussten sich entscheiden, ob sie in der Heimat bleiben und Italiener sein wollen, oder ihre Heimat verlassen und deutsche Staatsbürger sein möchten.

Ich erinnere mich an die Worte meines Grossvaters, der als einer der wenigen "Dableiber" im Dorf von den "Optanten" als Verräter verspottet wurde und damals lieber einem Italiener den Arsch geküsst als einem Optanten die Hand gereicht hätte.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir aus der Vergangenheit etwas gelernt haben und uns auch weiterhin an unsere Herkunft und Geschichte erinnern werden.

28. Juli 2008

Bergdrama in den Medien

Über 1700 Zeitungsartikel listet Google News derzeit zum Bergdrama am Nanga Parbat; jedes Käseblatt (dieses Blog mit eingeschlosssen) fühlt sich berufen, darüber zu berichten.

Richtig peinlich wird es, wenn Journalisten die noch nie in ihrem Leben auf einem Berggipfel waren, plötzlich mit einer Schuldfrage um sich werfen.

Die Berge kennen keine Schuld. Und Reinhold Messner fragt sich vollkommen zu recht, wieso sich niemand für die iranische Expedition interessiert, die zeitgleich am Nanga Parbat verschollen ist.

Zitat von Karl Unterkircher: wir sind geboren und eines Tages werden wir sterben. Dazwischen liegt das Leben. Ich nenne es ein Geheimnis, zu welchem niemand von uns den Schlüssel besitzt. Wir sind in Gottes Hand ... und wenn er uns ruft dann müssen wir gehen.

Ruhe in Frieden.

9. Juni 2008

Das Cafe am Rande der Welt

ProstNein, keine Fortsetzung dieses Beitrages. Es geht hier um ein kleines Büchlein, das mir der Postbote vor ein paar Tagen gebracht hat (liebe Grüsse in die Schweiz und vielen Dank nochmals!). Das Cafe am Rande der Welt - eine nette kleine Erzählung über den Sinn des Lebens ... "Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?" - ich hab schon lange nicht mehr ein so humorvolles wie anrührendes Buch gelesen und möchte es euch hiermit wärmstens empfehlen.

15. Mai 2008

Downhill mit dem Mountainbike

Darf man sich "Sportler" nennen, wenn man mit der Seilbahn auf den Gipfel schwebt, um mit dem Mountainbike runterzurasen?

Wer trägt die Verantwortung, wenn jemand nicht schnell genug aus der "Schusslinie" flüchten kann?

Über das folgende Youtube-Video darf sich jeder (s)eine eigene Meinung bilden:

7. März 2008

Das Beste

ThinkingDas Leben kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Zum Glück gibt es Parteien, Organisationen und Verbände, die sich für dich und deine Anliegen einsetzen.

Und alle haben sie nur das Beste im Sinn. DEIN GELD.

11. Oktober 2007

Das Leben nach dem Tod

Ein Leben vor dem TodDie Aktion Gipfelbibliothek geht in die nächste Runde und eines meiner Photos schmückt die dazugehörige Pressemitteilung.

Ausserdem bin ich als "Buchpate" für das Projekt angeworben worden. Nun stehe ich da zwischen Luis Durnwalder und Reinhold Messner und möchte mich mit meiner Buchwahl nicht blamierten:

Das Leben nach dem Tod: ein etwas älteres, aber immer wieder faszinierendes Buch und absolute Pflichtlektüre. Menschen, die klinisch tot gewesen waren, dann aber doch weitergelebt haben, berichten von ihrer Erfahrung jenseits der Grenze.

Die Erlebnisschilderungen sind bis in Einzelheiten hinein von einer geradezu frappanten Ähnlichkeit. Dr. Moody geht in seinem spannenden Buch mit dem Tabuthema Tod sehr fachlich und neutral um.

Was hat "Das Leben nach dem Tod" in der Gipfelbibliothek verloren? Wer nach einer anstrengenden Tour auf dem Berggipfel steht und die wunderbare Ruhe und Weite der Berge genießt, dem sei dieses Buch eine Anregung, das Empfinden für die traumhaften Augenblicke im Leben zu stärken und sein "Leben VOR dem Tod" noch bewusster zu erleben.

7. September 2007

Opportunismus

War Art... ist die nette Umschreibung für ein widerliches Geschwür, das tief in unserer Gesellschaft wuchert.

Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen galt jahrzehntelang als beste Taktik um sich vor dem Militärdienst zu drücken. Wer nach Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht den Pazifismus über Bord wirft und plötzlich auf das Recht zum Tragen einer Waffe pocht, der stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus.

Ab sofort dürfen die lieben Militärdienstverweigerer also trotzdem eine Waffe tragen. Damit sind die alten Vorurteile wieder mal bestätigt. Unsere klügsten Männer der Welt haben entschieden und dürfen sich ihres Überblicks und ihrer Weitsichtigkeit rühmen ...

8. August 2007

In Memoriam

Im Gedenken an den lieben Kumpel, der mich das ganzen Jahr über auf meinen Kontrollgängen durch die Wiesen und Wälder des Plörrhofs begleitet hat.

Ruhe in Frieden.

A friend

27. Juli 2007

Urlaub ohne Internet & Fernsehen

Wie schnell sich die Zeiten ändern. Vor ein paar Jahren wurde man noch als hoffnungsloser Hinterwälder belächelt bemitleidet, wenn man Gästezimmer ohne Fernseher angeboten hat. Und heute hört man immer öfter die Bitte: stellen Sie bloss kein TV-Gerät in die Zimmer, ohne ist es viel angenehmer.

Zu des Menschen Glück muss anscheinend manchmal etwas nachgeholfen werden und so lernt man ein tolles Buch oder ein gutes Gespräch erst wieder richtig schätzen, wenn die Flimmerkiste nicht davon abhält. Auch das immer grauenvollere Fernsehprogramm wird wohl seinen Teil dazu beitragen. Ein flüchtiger Blick in eine Tageszeitung ist mehr als ausreichend, um auch im Urlaub den Draht zur Welt nicht zu verlieren.

Ein Gedanke, der auch meine Einstellung zur Internetnutzung im Urlaub beeinflusst hat. Obwohl ich schon seit Jahren meine Reisen ausschliesslich über das Internet plane und buche, mache ich am Urlaubsort einen grossen Bogen um jeden Internetpoint.

E-Mail-Anfragen erhalten in der Zwischenzeit eine Abwesenheitsnotiz, für wichtige Angelegenheiten wird auf das Telefon verwiesen und Homepages, Rss-Feeds und Börsenkurse kommen die paar Tage ganz gut ohne mich zurecht.

Beste Voraussetzungen also für erholsame Ferien. Schade nur, dass ich noch 6 Monate auf meinen nächsten Urlaub warten muss ...

25. Juni 2007

Die Welt der bleichen Berge

Fernblick @ Sas Rigais Geisler Soeben wiederentdeckt: Günter London's intime Reiseberichte aus der Welt der bleichen Berge.

Nachdenkliche Liebes(v)erklärung an einer Vielgeliebten, ein Lesebuch über Wanderungen, Höhenwege und Klettersteige in den Dolomiten.
Die Dolomiten sind beliebt, sehr beliebt! Vor lauter Liebe werden sie fast erdrückt. Und irgendwann werden sie an dieser Liebe wohl sterben. Todesursache: Zu Tode geliebt.